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Grenzgänger in Eisenerz

Europa unterwegs erleben

 

Der Schulbeginn, an Europa interessierte SchülerInnen einer 3.Klasse, ein sonniger Mittwoch in Eisenerz: Die besten Voraussetzungen für eine „Grenzgang"-Wanderung zum Schichtturm. Auf dem Weg dorthin mit Stationen auf dem Köhlerplatz und der Pfarrwiese setzten wir uns mit unseren persönlichen Grenzen, „Menschengrenzen", und europäischen Grenzen auseinander - vom Nordkap bis Albanien, von China bis Großbritannien. Wo gibt es überall Baklava? Auch in Brasilien ist das Christentum zu finden. Wo hören kontinentale Grenzen im Osten Europas auf?

Die TeilnehmerInnen mussten sich gegenseitig stützen, vertrauen, sich aufeinander verlassen, um nicht zu fallen - gemeinsam blickten wir auf unseren verschiedenen persönlichen Grenzen. Manche von uns kommen schnell mit uns (noch) nicht bekannten Menschen in Gespräch, beispielsweise mit AsylwerberInnen. Andere haben Höhenangst oder tun sich schwer vor Menschen sprechen - die einen von uns haben hier, die andren dort ihre eigenen Grenzen.

Vor allem mit Vertrauen zueinander können wir Grenzen verschieben. Aber Achtung, dabei. Sich zu weit über die eigenen Grenzen hinauszuwagen, kann zu einer Vergiftung führen.  Beeren als Symbol für persönliche Grenzen und europäische Grenzen stellten dies dar. Rund um den Schichtturm fanden die TeilnehmerInnen unter Anderem eine Schnecke und eine Raupe - diese stellten eine Begegnung an einer Grenze dar. Blühenden Blumen symbolisieren die Zukunftschancen der Menschen in Europa, Farne stehen für die Fahnen Europas, oder verschiedene Blümchen für die zu entdeckende Vielfalt. Das Holz ist ein Grenzbalken und die Brennesseln die Möglichkeit des kurzzeitigen Verbrennens.

Bei der Überwindung des Moorpfads zeigten die teilnehmenden SchülerInnen, was durch Gemeinschaft und Vertrauen, Zusammenhalt und gegenseitiges Unterstützen, bedachtes Überlegen und Ausprobieren von Ideen möglich ist. Gekonnt und sicher überwindeten die 24 SchülerInnen alle Hindernissen und gelangte gemeinsam ins Ziel am Eisenerzer Schichtturm.

 

Zurück bleiben vier kurzweilige Stunden mit einer motivierten offenen Gruppe und der Aufruf, die Chancen zu nützen, fremdes kennenzulernen, beispielsweise mit der Möglichkeit eines SchülerInnenaustauschs.