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Grenzgang Wandertag

Europa-Bildung mal anders...

los geht''s © Panthersie
los geht''s
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Vertrauenspendel © Panthersie
Vertrauenspendel
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Angst oder Vertrauen? © Panthersie
Angst oder Vertrauen?
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 Auf Einladung der Schulsozialarbeit von Sofa haben wir uns auf den Weg nach Deutschfeistritz gemacht. Auf die Idee gekommen ist Christina Bugram von Sofa, durch Matthias Urlesberger, dem verantwortlichen regionalen Jugendmanager.

Der Grenzgang-Wandertag ist ein Format, das im letzten Jahr entwickelt wurde und mit dem wir den Versuch gewagt haben, politische Europa-Bildung mit sportlicher Betätigung zu kombinieren. Das Thema Grenze soll dabei auf körperlicher Ebene gespürt und unsere Grenzen im Kopf erkannt sowie abgebaut werden. Schnell kann dabei klar werden, dass das Wort Grenze ein sehr flexibler Begriff ist. Was bei einem selber die Grenze ist, bspw. im Sport, kann bei jemand anderem noch keine Grenzerfahrung auslösen. Wie wir mit unseren Grenzen, körperliche und geistige, umgehen, obliegt uns selbst. Ob wir sie stärken oder schwächen, wie wir die Grenzen des anderen wahren und wie wir mit Grenzüberschreitungen umgehen können, ist Teil dieser Aktivität. Das beste daran ist ganze in Verbindung mit einer Wanderung und eine Erfahrung außerhalb des Klassenzimmers.

Mit der 3. Klasse der ortsansässigen NMS haben wir uns deshalb auf den Weg gemacht. Die bereits feststehende Wanderroute wurde immer wieder mit Gruppenübungen gespickt. Von Übungen, die die Grenzen der SchülerInnen ausloten sollte, wie bspw. dem Vertrauenspendel, bis hin zu Übungen wie dem Fast-Ball, bei dem die Gruppe als Ganzes ihre begrenzenden Denkschemen auflösen müssen, war vieles dabei. Wir haben uns als einen roten Faden, immer wieder Gedanken gemacht, wie es bspw. wäre an der Grenze zu Europa zu stehen. Dass es eine große  Auswirkungen hat, auf welcher Seite der Grenze man steht, wurde den Jugendlichen schnell klar. Europa hat Grenzen die jedoch formbar sind und wenn es Europa weitergeben soll, müssen es diese auch sein. Die Jugendlichen haben herausgefunden, dass es im Großen als auch im Kleinen nötig ist, Respekt im Umgang miteinander zu haben, um den Frieden in der Klasse und Europa zu behalten.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für ihr Engagement. Eine Grenzerfahrung war sicherlich das Wetter mit 30 Grad und strahlendem Sonnenschein. Aber mindestens genau so strahlend sind wir mit viel Erfahrung nach Graz zurückgefahren.