headerbild

Europa in deiner Region

Regionalveranstaltung Birkfeld © Panthersie für Europa
Regionalveranstaltung Birkfeld
© Panthersie für Europa
Öffnet Originalbild in neuem Fenster: Regionalveranstaltung Birkfeld
Regionalveranstaltung Birkfeld © Panthersie für Europa
Regionalveranstaltung Birkfeld
© Panthersie für Europa
Öffnet Originalbild in neuem Fenster: Regionalveranstaltung Birkfeld
 

Bereits fast traditionell setzt die Panthersie für Europa im alljährlichen Winter Impulse zu Europa mit den Regionalveranstaltungen an steirischen Schulen. Im Dezember 2012 wurde gemeinsam mit der schulischen Jugendarbeit kooperiert und an den Schulen eine "Regio" organisiert.

Der Frage, wie sich junge Menschen mit "Europa in ihrer Region" auseinandersetzen, beschäftigen und vor allem Europa nutzen können, wurde am 3.12.2012 an den beiden Hauptschulen in Schladming nachgegangen, am 12.12.2012 in der HS Kapfenberg-Stadt.

Kurz zusammengefasst, um was geht es bei den Regios? In parallel-stattfindenden Workshops mit unterschiedlichen methodischen Zugängen wird zunächst der Frage nachgegangen, was Europa für jedeN EinzelneN ist. Neben der herkömmlichen Wissensvermittlung im Unterreicht, sollen die Workshops am Vormittag dazu dienen, einen individuellen Zugang zu eigenen Gefühlen, Vorurteilen und Gedanken im Bezug auf Europa herauszufinden. Anschließend wird im zweiten Teil der Regio von verschiedenen Podiumsgästen den SchülerInnen der Nutzen nähergebracht, sich mit Europa zu beschäftigen. Dazu werden neben den SchülerInnen der Vormittags-Workshops weitere SchülerInnen, GemeindevertreterInnen, JugendarbeiterInnen usw. eingeladen - die Jugendlichen und die JugendarbeiterInnen (aller Ebenen) sollen damit in das Europa-Boot der Region geholt werden!

Die ausführlichen Berichte dazu gibt es hier!

Das große Haus Europa in Kapfenberg

Europäische Standbilder © Panthersie für Europa
Europäische Standbilder
© Panthersie für Europa
Öffnet Originalbild in neuem Fenster: Europäische Standbilder
Europäische Rollen am Marktplatz © Panthersie für Europa
Europäische Rollen am Marktplatz
© Panthersie für Europa
Öffnet Originalbild in neuem Fenster: Europäische Rollen am Marktplatz
Ein Kosovarischer Tanz zur Einstimmung © Panthersie für Europa
Ein Kosovarischer Tanz zur Einstimmung
© Panthersie für Europa
Öffnet Originalbild in neuem Fenster: Ein Kosovarischer Tanz zur Einstimmung
 
Outdoor-WS © Panthersie für Europa
Outdoor-WS
© Panthersie für Europa
Öffnet Originalbild in neuem Fenster: Outdoor-WS
Podiumsgespräch an der HS Kapfenberg © Panthersie für Europa
Podiumsgespräch an der HS Kapfenberg
© Panthersie für Europa
Öffnet Originalbild in neuem Fenster: Podiumsgespräch an der HS Kapfenberg
 Am Mittwoch, den 12.12.2012, machte die Panthersie in Kapfenberg Station. In Zusammenarbeit mit der Hauptschule Kapfenberg-Stadt und der Schulsozialarbeiterin Sandra Klinger vom Verein ISOP wurden zwei kreative Workshops zum Thema Jugend und Europa durchgeführt und die Ergebnisse im Anschluss öffentlich präsentiert. SchülerInnen mit buntesten kulturellen Hintergründen setzten sich in erlebnisorientierten und theaterpädagogischen Workshops im Laufe des Vormittags intensiv mit dem Lebensraum Europa auseinander.
Grenzen gemeinsam überwinden, Vielfalt erleben und spüren sowie die Auseinandersetzung mit anderen europäischen Ländern und Kulturen standen dabei im Mittelpunkt.

In welchem europäischen Land wird Albanisch, Griechisch, Mazedonisch und Serbisch gesprochen? Für die TeilnehmerInnen des „out.door.in.europe"-Workshops war die Aufgabe, Ländern Sprachen zuzuordnen, eine leichte. Durch die bunten (meist) europäischen Wurzeln wurden wir mit Länderinfos gut versorgt.
Die SchülerInnen überraschten uns mit ihrem europäischen Alltag - nicht nur im Europapark, im Eurospar, in der Norske Skog, in der Schule und im Friedensnobelpreis begegnet ihnen Europa, sondern vielmehr in der eigenen Familie! Wo ist meine Heimat in Europa? Wo komme ich her - wo lebe ich jetzt? Diese Fragen sind zentral und formen die eigene Identität und hatten Platz in den einzelnen Übungen und Spielen, die erlebnisorientiertes Lernen ermöglichen.
An der frischen Luft wurden die Konturen von Europa gelegt um sich auch bildlich vorstellen zu können, wo man gerade lebt - wo man vielleicht einmal arbeiten möchte - wo man glaubt, dass die Armut groß ist und wo der Reichtum überwiegt. Man möge meinen, dass fünf Minusgrade die Vorstellungskraft etwas stocken lassen, die SchülerInnen haben uns vom Gegenteil überzeugt. Der Wunsch draußen zu sein, den Gedanken freien Lauf zu lassen und ein bisschen zu toben ließ sich auch gut in der Überwindung des Eismeeres von Europa nach Afrika integrieren!
Zum Abschluss reisen wir durch Europa und halten Ausschau nach den Sehenswürdigkeiten des bunten Kontinents! Was entdecken wir denn hier? Es wird uns ein bewegter Blick auf Big Ben ermöglicht, die Schräge des großen Turmes lässt uns vermuten auf Besuch in der schönen Stadt Pisa zu sein und auch der Eifelturm glänzt in seiner Pracht!

Im theaterpädagogischen Workshop stand die Sprache im Mittelpunkt. Um mit dem Körper kommunizieren zu können, wurde dieser zunächst aufgewärmt - genauso wie der Mut, um uns ohne Scheu mit all dem, was wir alle haben, auszudrücken. Dabei entstanden Standbilder zu Europa. Die SchülerInnen präsentierten beispielsweise als erste Assoziation zu Europa ein „schlafendes" Bild - es gibt Frieden in Europa. Auf die anschließende Frage, wo Europa im alltäglichen Leben noch überall spürbar wird, wurden besonders die Vorzüge durch den Wohlstand, die das Leben in Europa von manch anderen Kontinenten unterscheidet, betont. Sogar die Schulpflicht wurde wertschätzend erwähnt.
Zunehmend wurde den Phantasien freien Lauf gelassen und diese wurde auch selbstbewusst und lustvoll vor den anderen SchülerInnen präsentiert: Auf Kauderwelsch (der Phantasiesprache) wurden wichtige Reden von den SchülerInnen gehalten und auf Deutsch - frei und improvisiert - übersetzt. Themen wie die Natur oder die Liebe kamen dabei nicht zu kurz.
Die Spiellust der SchülerInnen mündete im Marktplatz, der irgendwo in Europa war. Auf diesem ging es rund - nicht nur deshalb, da 20 Rollen aufeinandertrafen, sondern auch gefeilscht, gebettelt, gestohlen und temperamentvoll Menschen mit Kleidungsstücken beglückt wurden, es wurde diskutiert und miteinander getratscht. Das rege Treiben beobachteten die Geheimagentin und die alte Frau, die ruhend sitzt, schmunzelt bei den ganzen Geschehnissen und dabei die Frischluft genießt.

Die Schüler/innen waren vormittags mit viel Begeisterung und Spaß bei der Sache und präsentierten die Ergebnisse aus den Workshops in der anschließenden öffentlichen Veranstaltung. So präsentierten die SchülerInnen des theaterpädagogischen Workshops vor über hundert MitschülerInnen, LehrerInnen und Gästen aus Politik und Gemeinde, ein Standbild mit ihren entwickelten Rollen, welches die Vielfalt Europas darstellte.
In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Gemeinderätin Gabi Kandlbauer, Direktor Günter Bleymaier, Schülerin Amra Sehmehmedovic und Jugendzentrumsleiter Robert Focke wurde gemeinsam mit den SchülerInnen intensiv diskutiert. Die PodiumsteilnehmerInnen waren sich einig, dass junge Menschen durch Europa nur lernen können, beispielsweise mit dem Lernen von Sprachen und dem Reisen in andere Länder. „Europa bringt viele Möglichkeiten, mit unterschiedlichen Menschen kommunizieren zu können und so Kulturen kennenzulernen. Es braucht den Mut offen, auf Menschen zuzugehen, " betont Direktor Günter Bleymaier.
„Was haben die Kinder und Jugendlichen dieser Schule, was den meisten Erwachsenen fehlt - nämlich Respekt, Freude und Interesse in der Begegnung mit anderen Kulturen und Sprachen", brachte es Monika Vukelic-Auer, Leiterin des Sozialwesens der Stadtgemeinde Kapfenberg am Ende auf den Punkt.

Wir bedanken uns für eine sehr schöne Veranstaltung bei Sandra Klinger und Direktor Bleymeyer stellvertretend für die Hauptschule Kapfenberg-Stadt. Ein ganz besonderes und herzliches DANKE an die teilnehmenden SchülerInnen der beiden Workshops!

Europa, junge Menschen, Region um SCHLADMING - die Regio am 3.12.2012

Der Gangam-Style verbreitet sich in Europa © Panthersie für Europa
Der Gangam-Style verbreitet sich in Europa
© Panthersie für Europa
Öffnet Originalbild in neuem Fenster: Der Gangam-Style verbreitet sich in Europa
Europas Konturen bei Neuschnee am Fuße der Planai © Panthersie für Europa
Europas Konturen bei Neuschnee am Fuße der Planai
© Panthersie für Europa
Öffnet Originalbild in neuem Fenster: Europas Konturen bei Neuschnee am Fuße der Planai
Europäische Rollen werden präsentiert © Panthersie für Europa
Europäische Rollen werden präsentiert
© Panthersie für Europa
Öffnet Originalbild in neuem Fenster: Europäische Rollen werden präsentiert
 
Die Podiumsgäste erzählen vor ca. 100 SchülerInnen © Panthersie für Europa
Die Podiumsgäste erzählen vor ca. 100 SchülerInnen
© Panthersie für Europa
Öffnet Originalbild in neuem Fenster: Die Podiumsgäste erzählen vor ca. 100 SchülerInnen
Europa in deiner Region © Panthersie für Europa
Europa in deiner Region
© Panthersie für Europa
Öffnet Originalbild in neuem Fenster: Europa in deiner Region
 

„Wir sind Ramsauer, Schladminger und damit Österreicher. Die große Verpackung ist Europa - mit vielen verschiedenen Kulturen darin."
Mit diesen Worten begrüßte Direktor Stefan Scholz die SchülerInnen der 4.Klassen der Hauptschulen in Schladming zur Veranstaltung „Europa in meiner Region". In Kooperation mit der Schulsozialarbeit des Vereins Avalon lud die Panthersie die SchülerInnen für einen Schultag zu einer kreativen Auseinandersetzung mit Europa ein: Zwei 4.Klassen aus zwei Hauptschulen in zwei parallele Workshops mit einem anschließenden Podiumsgespräch am 3.12.2012 in der HS II in Schladming.

Die Workshops am Vormittag

Im Theaterpädagogischen Workshop hatten vierzehn SchülerInnen die Möglichkeit, sich dem großen „Konstrukt Europa" theatral anzunähern. Es wurde mit Sprache experimentiert, mit Emotionen, Wahrnehmungen und dem eigenen Ausdruck - was zuletzt in einer sehr lebendigen und bunten „Marktplatzszene" mündete. Unterschiedliche Menschen begegneten sich: von der Tänzerin aus Australien über die nicht-deutsch-sprechende Französin, die strahlende Malerin oder Arnold, dem Bodybuilder, bis hin zum alten Hias`l, dem übergebliebenen Hippy und dem Lehrer der lieber klettert. Die SchülerInnen haben sich sogar spontan dazu entschlossen, ein Standbild mit ihren entwickelten Rollen zu einer szenischen Begegnung auszugestalten und vor ihren knapp hundert MitschülerInnen inklusive LehrerInnen und Gäste aus der Gemeinde zu präsentieren.

Für den zweiten, parallel-stattfindenden Workshop, „outdoor.in.europe", waren bereits die Bedingungen herausfordernd. Auch einige Zentimeter Neuschnee und weitere winterliche Wetter-verhältnisse ließen die 4a der HS II nicht einschüchtern und die SchülerInnen starteten dennoch motiviert in den erlebnispädagogisch-orientierten Europa-Vormittag - für den es zum Glück auch den Pfarrsaal zum Aufwärmen gab, so dass keiner der SchülerInnen zu einem Eiszapfen werden musste.
„Europa ist für mich..." und „Europa in meiner Region...", das waren auch im Outdoor-Workshop die Kernfragen. Durch handlungsorientierte Methoden tauschten sich die SchülerInnen über ihre Sicht-weisen und Zugänge zu Europa aus. Auf die Frage, wo Europa im alltäglichen Leben spürbar wird, kamen besonders die Vorzüge durch den Wohlstand, die das Leben in Europa von manch anderen Kontinenten unterscheidet. Sogar die Schulpflicht wurde wertschätzend erwähnt! Dennoch blieb auch der Blick auf ökonomische und soziale Unterschiede innerhalb Europas nicht aus. Trotz der Eurokrise und medialer Aufmerksamkeit Griechenland längst nicht zu den ärmsten Ländern Europas gehört. In Bezug auf „Europa und die Europäische Union" kam einerseits die friedenssichernde Wirkung zur Sprache, andererseits wurde noch einmal deutlich: „Europa ist mehr als die Europäische Union!" - die EU ist ein Teil Europas, aber in Europa gibt es noch mehr an verschiedenen Ländern.

Im anschließenden Podiumsgespräch erzählte eine bunte Mischung von Menschen aus der Region Schladming über ihre persönlichen Erfahrungen mit Europa: Vize-Bürgermeister Anton Streicher, Direktor Stefan Scholz, der Schladminger Kulturbeauftragte Alfred Brandner, der Mountainbiker und Snowboarder Werner Madlenschnigg, sowie die Schülerin Sarah Fischbacher. Den SchülerInnen aller 4.Klassen in einer prall-gefüllten Aula wurden von den Gästen ebenso vielfältige Gedanken, wie sich junge Menschen in der Region mit Europa auseinandersetzen können, nähergebracht.
Die persönlichen Erfahrungen mit Europa spannten sich in der ersten Fragerunde von Europa als ein Friedensprojekt über das Reisen, das Kennenlernen verschiedener Kulturen bis hin zum Lernen von Sprachen oder dem Nutzen verschiedener europäischer Sportstätten. Die kritische Stimme kam von der Jüngsten am Podium - Sarah Fischbacher betonte: „Es gibt viele Länder, und es gibt viel Armut - das ist nicht so cool. Geld spielt in Europa eine wichtige Rolle."
Die PodiumsteilnehmerInnen sind sich einig, dass junge Menschen durch Europa nur lernen können, beispielsweise mit dem Lernen aus Sprachen und dem Besuch von Schulen in anderen Ländern. Europa bringt viele Möglichkeiten, mit unterschiedlichen Menschen kommunizieren zu können, so Kulturen kennenzulernen und zu akzeptieren - nicht nur Kulturen von Menschen aus den Niederlanden, sondern auch aus dem Kosovo. Es wird an den Mut appelliert, auf Menschen offen zuzugehen.
Junge Menschen können in der Region Schladming beispielsweise über die europäischen Städtepartnerschaften nutzen. Im Rahmen der Alpinen Ski-WM 2013, wenn die SchladmingerInnen Europa repräsentieren, können junge Menschen Europa aktiv mitgestalten.
Die kritische Stimme zum Abschluss kam wieder von Sarah Fischbacher, die betont, dass junge Menschen in der Region hier Europa mitgestalten, und dazu gehört Naturbewusster zu leben, weniger vor einer Playstation zu sitzen und sich mehr sozial zu engagieren.

Wir möchten uns sehr herzlich bei den motivierten TeilnehmerInnen und bei unseren engagierten KooperationspartnerInnen (Martina, dem Verein Avalon und den beiden Hauptschulen) bedanken, die diese spannende Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglicht haben!